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news

BÄM!

Meine Idee zu einer neuen Konzertreihe im ZigZag Jazzclub Berlin wird ab Januar 2020 umgesetzt!

Mir wurde die ehrenvolle Aufgabe übertragen, diese Reihe zu kuratieren.

 

Jeden Montag heißt es dann:  „Inside…“ .
Was genau ist „Inside…“? 
Ein in Berlin neues und einzigartiges Konzept.
Ein/e handverlesene/r KünstlerIn aus der Berliner avantgarde/progressive/experimental Jazzszene
darf sich einen Monat lang an vier Montagen als artist in residence mit verschiedenen Projekten
präsentieren und bekommt damit die Möglichkeit, einem interessierten Publikum Ausschnitte aus
seinem bzw. ihrem vielseitigen Wirken zu zeigen.
Ich finde das mega spannend, ebenso die ausgewählten MusikerInnen.

Folgende artists in residence bekommt Ihr am Anfang des Jahres 2020 zu hören:

Januar:         Moritz Baumgärtner   (drums)         http://moritzbaumgaertner.de
Februar:        Ronny Graupe              (guitar)          http://www.ronnygraupe.com
März:            Gebhard Ullmann         (sax, cl)         https://www.gebhard-ullmann.com
April:             Aki Takase                    (piano)          http://akitakase.de

Mehr Infos unter: www.zigzag-jazzclub.berlin

Dieses Projekt wurde realisierbar durch die großzügige Unterstützung

des Berliner Senats und der BAU Istanbul.

VIELEN DANK!!!!

Kommt zuhauf und begrüßt mit mir zusammen ab Januar 2020 montags die artists in residence mit ihren Mitmusikern und -musikerinnen im ZIGZAG!!

projects

Jaco Says Yes

Jacobien Vlasman – voc, electronics, composition
Jan von Klewitz – a-sax
Malte Schiller – flute, ten-sax
Alistair Duncan – trombone
Florian Fleischer – guitar
Tomek Soltys – piano
Pepe Berns – bass
Christian Thomé – drums

vlasman / niescier 5

Jacobien Vlasman – voc, electronics, composition
Angelika Niescier – sax, composition
Ludwig Hornung – piano
Matthias Akeo Nowak – bass
Christian Thomé – drums

Bauhauskapellentraum

Almut Schlichting – bariton-sax, composition
Sven Hinse – bass, composition
Christian Kögel – guitar
Jacobien Vlasman – voc

live

upcoming

20.01.2020      Jazz in der Kammer, Magdeburg, with Bauhauskapellentraum
29.05.2020      Kunstverein Husum with Bauhauskapellentraum
08.08.2020      Festival Jazz am Kaisersteg, Berlin with Bauhauskapellentraum
13.09.2020      Saxstall, Pohrsdorf bei Tharandt with Bauhauskapellentraum
27.11.2020      ZigZag Jazzclub, Festival, Berlin with vlasman / niescier 5
28.11.2020      ZigZag Jazzclub, Festival, Berlin with Jaco Says Yes

past

09.11.2019      Guten Morgen Eberswalde, Eberswalde with Bauhauskapellentraum
06.10.2019      Mon Ami, Weimar with Bauhauskapellentraum
05.10.2019      Cyriaci-Kapelle, Nordhausen with Bauhauskapellentraum
04.10.2019      Jazzkeller am Fischmarkt, Erfurt with Bauhauskapellentraum
02.10.2019      PANDA-Theater, Berlin with Bauhauskapellentraum
23.09.2018      ZigZag Jazzclub, Berlin with vlasman / niescier 5
21.09.2018      Loft, Köln with vlasman / niescier 5

press

Jazzthing

                          …eine Stimme, die innerhalb von wenigen Sekunden verstören, verblüffen und verzaubern kann. 

SPIEGEL Kultur

                                           Eindrucksvoll, wie sie das „Girl from Ipanema“ reharmonisiert und völlig entzuckert.

Der Tagesspiegel

                                           Um die Sache abzukürzen, könnte man ganz einfach sagen: Jacobien Vlasman ist die beste Jazzsängerin der Stadt.

more information

about

Josef Engels über Jacobien Vlasman

Was ist Gesang? Man kann in Lexika nachschlagen, die Fachliteratur durchwühlen oder einfach die Online-Enzyklopädie Wikipedia bemühen. Dort heißt es: „Gesang ist der musikalische Gebrauch der menschlichen Stimme und wahrscheinlich die älteste und ursprünglichste musikalische Ausdrucksform des Menschen. Gesang existiert in sehr unterschiedlichen Formen, vom spontanen, improvisierten Singen einzelner Töne oder Tonfolgen über Volkslieder bis zu Kunstliedern, virtuos verziertem Kunstgesang und vielstimmiger Chormusik.“

 

Aber streng genommen braucht man all diese Definitionen nicht. Es reicht eigentlich schon, Jacobien Vlasman bei der Arbeit zuzuhören und zuzuschauen. Wie sie Töne aus ihrem Innersten schöpft und sie als luftige Kunstgebilde in den Raum stellt. Mal nur als Geräusch, als kindlichen Glücksjuchzer oder Schmerzensschrei, mal als komplexe nonverbale Melodielinie wie einen rasanten Saxofonlauf, mal als Lied mit Texten und Worten, aber ohne den einengenden Käfig der Bedeutungsbezüge und Klischees. Für Besucher ihrer Konzerte ein faszinierendes Erlebnis, das lange nachhallt.

 

„Vokal total“ – so könnte man das Betätigungsfeld der in Amsterdam geborenen und in Deutschland aufgewachsenen Sängerin umschreiben. Jacobien Vlasman nutzt sämtliche Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme. Ihr Gesang kennt gewissermaßen keine Grenzen. „Mich reizt es, herauszufinden, was für Sounds ich mit der Stimme fabrizieren kann“, sagt sie, „die Stimme ist das direkteste Instrument, das es gibt.“

 

Improvisiert habe sie eigentlich schon immer, erinnert sich die Niederländerin, schon als Klavierschülerin oder als Chorsängerin habe sie aus lauter Erfindungslust die Melodielinien von Bach oder Chopin verändert, modifiziert oder weitergesponnen. Und auch als junge Sängerin scherte sie sich nicht um die klassischen Rollenverteilungen – und übernahm in einer Jazzrock-Band die Rolle eines gesungenen Instruments. „Texte können nicht immer komplett das ausdrücken, was ich aussagen möchte“, erklärt Vlasman.

 

Die europäische Jazzgesangstradition mag der Bezugsrahmen der in Berlin lebenden Vokalistin, Komponistin, Arrangeurin und Dozentin sein, die bei wesensverwandten Stimmkünstlern wie Maria João, Lauren Newton oder Theo Bleckmann in die Lehre ging. Aber Vlasman ist mindestens genauso so stark geprägt von Nicht-Sängern – etwa von dem Saxofonisten Lee Konitz, dem Vibrafonisten David Friedman, dem Gitarristen Wolfgang Muthspiel oder der Pianistin Julia Hülsmann, bei denen sie Masterclasses besuchte.

 

Als „beste Jazzsängerin Berlins“ wurde die Vokalistin, die 1999 mit ihrem langjährigen Gitarrenbegleiter Kai Brückner den Studio-Förderpreis des Berliner Senats gewann und 2001 mit dem Berliner Jazz- und Blues-Award ausgezeichnet wurde, vom Tagesspiegel bezeichnet. Aber schon längst ist Vlasman, die ihre professionelle Gesangskarriere nach einem Germanistik-, Romanistik- und Philosophiestudium 1997 in Berlin begann, nicht mehr bloß eine der schillerndsten Stimmen aus der brodelnden Szene der deutschen Hauptstadt.

 

 

Spätestens mit ihrer 2008 erschienenen Einspielung „Vitrine Vocale“ in der renommierten Reihe „Next Generation“ des Magazins Jazz thing sorgte sie auch deutschlandweit für Aufhorchen. Die Jazzredaktion des NDR hob das „unglaublich breite Repertoire“ hervor, das Magazin Jazzthetik lobte die „gehaltvollen Eigenkompositionen“, die Rheinische Post sprach gar von „einem Hörgenuss der unvergesslichen Art“. Auf der Aufnahme ist alles zu hören, was die „Laut-Künstlerin“ (FAZ) ausmacht: Wortlos virtuose Höhenflüge, dekonstruierte und originell umgedeutete Jazz-Klassiker sowie zu Herzen gehende Songs, in denen die Textinterpretin in die Rolle von Versehrte und Missverstandene schlüpft wie eine begnadete Schauspielerin.

 

Mit dem Masterstudiengang EUJAM, der Vlasman von ihrer Berliner Heimathochschule aus nach Amsterdam, Kopenhagen, Paris und Trondheim führte, hat die Sängerin, Komponistin und Arrangeurin ihrem Schaffen endgültig eine internationale Komponente hinzugefügt, die sich nicht bloß auf Festivalauftritte und vertiefende Aufenthalte im gesamten europäischen Raum (u.a. Cheltenham Jazz Festival (GB), mooment (Kopenhagen, Dänemark), Luxemburg Jazz Ralley, Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya in Istanbul) beschränkt. Das von ihr während der Studienzeit entwickelte Oktett mit Musikern aus vier verschiedenen Ländern lebt von einer enormen Ausdrucksvielfalt: Mit wortlosen Gesangslinien angereicherte Texturen à la Maria Schneider stehen da neben düsteren Klangumwölkungen, denen die Vokalistin und Komponistin punktuell durch den geschickten Einsatz von Effektgeräten zusätzliche Dramatik verleiht. In den dichten rhythmischen Gespinsten und der filigranen Harmonie-Architektur ihrer großformatigen Stücke fungiert Vlasman mal als zusätzliche Bläserlinie, mal als Geräuschquelle, mal als dämonische Wiedergängerin aus nie gedrehten Szenen von Fernsehserien wie „Breaking Bad“ oder „Twin Peaks“.

 

Keine Frage: Das Oktett „Jaco Says Yes“, das vom Berliner Senat mit einem Stipendium für Studioaufnahmen und eine Videoproduktion ausgestattet wurde, ist eines der ungewöhnlichsten Ensembles im derzeitigen europäischen Jazz. Und das perfekte Spielfeld für die stets nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten Ausschau haltende Totalvokalistin Jacobien Vlasman.

Jacobien Vlasman  |  vocals – composition